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Arbeiten
Sie mit kleinen Verstärkern!
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Der
Leser verarbeitet einen Text in einer Art Dialog. Wenn er den Text auch
nur «mit den Augen» liest, so stellt er innerlich ständig Rückfragen.
Diese Fragen müssen wir ihm mit sog. Response-Signalen beantworten.
Deutlicher: Versuchen Sie, den Text so zu gestalten, dass der Leser
stillschweigend immer wieder nicken kann. Damit ist klar: Wer einen
Werbebrief schreibt, der muss das Segment genau kennen, und je nach
Zielpublikum braucht es einen anderen Werbebrief.
Beispiel:
Wenn Sie als Zielpublikum die Fischer anschreiben wollen, dann ist es von
Vorteil, wenn Sie die Fischer so ansprechen, dass diese Ihnen recht geben
müssen. Gehen Sie auf die vergangene Fangsaison ein und kommentieren Sie
dabei das Wetterglück fürs Fischen. Der aufmerksame Fischer wird Ihnen
recht geben, wird mit dem Kopf nicken. Wichtig: Sie müssen nicht nur das
Segment kennen, sondern auch etwas vom Fischen verstehen - das sind natürlich
die Voraussetzungen.
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Vermeiden
Sie das NEIN!
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Ein schlechtes Mailing ist,
wenn es im Papierkorb landet oder wenn der Leser in Wut ausbricht. Dies
sind die Extremreaktionen. Aber dazwischen gibt es noch tausende von
Nuancen. Beispiel: Einen Anhänger von Naturschutzkreisen können Sie in
Rage versetzen, wenn Sie bei Ihrem Mailing kein «Altpapier» verwenden.
Auch hier gilt, was wir schon besprochen haben: Sie müssen die Eigenarten
des Zielpublikums genau kennen, wenn Sie keine Flops produzieren wollen.
Merken Sie sich: Ein kleines Testlesen im voraus von Leuten aus dem
Segment kann nie schaden.
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KISS-Methode!
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Die KISS-Methode heisst nichts
anderes als «Keep it simple and stupid”. Mit anderen Worten: Gestalten
Sie das Mailing so einfach wie möglich. Und merken Sie sich: Einen
einfachen und kurzen Brief zu schreiben, kostet weit mehr Schweissperlen
als einen langen und komplizierten.
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RIC-Methode!
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Die RIC-Methode (Readerships
involvement committement) verlangt folgendes: Ein Werbebrief soll den
Leser (möglichst unbewusst) über 20 Sekunden festhalten, ihn in ein
«Gespräch» verwickeln. Auch hier kommt es wieder aufs Zielpublikum an.
Je nach Zielpublikum lassen sich Spieltrieb, Neugier oder was auch immer
ansprechen.
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Achten
Sie auf das Leseverhalten!
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Wer
einen Brief schreibt, der ist immer wieder davon überzeugt, dass das
Geschriebene auch wirklich gelesen wird. Falsch! Sie müssen sich schon
beim Texten klar vor Augen führen, wie wenig heute noch gelesen wird,
weil einfach zu viel auf den Tisch flattert. Deshalb hat nur noch
derjenige Werbebrief eine Chance gelesen zu werden, der die wichtigsten
Erkenntnisse der Leserforschung berücksichtigt. Im folgenden in
Stichworten die wichtigsten Ergebnisse:
o
Kein Briefleser liest den Brief von oben bis unten. Vielmehr überfliegt
er den Brief in folgender Reihenfolge: Briefkopf, Unterschrift, Anfügungen
zuunterst auf dem Brief...
o
Das Lesen geschieht in einem inneren Dialog: Wer schreibt mir, was
will er von mir..?
o
Der Briefleser pickt heraus, springt vielleicht wieder an den
Briefanfang zurück, weil er im Dialog eine Frage nicht beantwortet hat.
o
Viele Briefe werden gar nicht zu Ende gelesen, sondern nur überflogen.
Der Brief, der «fesseln» kann, hat die grösste Chance, überhaupt zu
Ende gelesen zu werden.
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In
Abschnitten auflockern!
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Absätze und Leerzeilen sind
Verstärker für den Leser. Ein dichtgedrängter Brief mit wenig Absätzen
lädt nicht zum Lesen ein, «erfordert zuviel Zeit». Die Lesebereitschaft
ist besser, wenn Sie Absätze mit jeweils maximal 6 bis 7 Zeilen machen.
Im Durchschnitt sollte der Absatz rund 4 Zeilen haben. Vorsicht: Eine
Zeile allein ist kein Absatz, sondern wirkt als Headline. Merken Sie
sich: Eine Zeile, die alleine steht, springt aus dem Text heraus und
wird vermutlich zuerst gelesen. Fazit: Preisangaben bei Offerten nicht mit
einer Zeile hervorheben!
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Unterstreichungen:
Ja oder nein?
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Unterstreichungen können
sinnvoll sein, wenn sie nicht übertrieben werden. Generell sollte pro
Absatz nicht mehr als eine Unterstreichung vorkommen. Machen Sie kurze
Unterstreichungen. Beispiel: Wenn Sie jetzt schon buchen, dann sparen Sie
200 Franken.
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Unterschrift
muss lesbar sein!
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Ein
Brief muss unterschrieben werden. Wenn möglich original. Wer allerdings
über 1000 Briefe unterschreiben muss, der wird sich wohl nach einer
anderen Methode umsehen. Wenn’s nicht anders geht, dann zumindest nicht
einfach schwarz drucken. Zumindest die Unterschrift in einem Blauton, wie
mit Tinte geschrieben, lohnt sich. Weit wichtiger ist aber die Art der
Unterschrift: Bitte leserlich und den Namen mit Maschine dazuschreiben.
Viele können auch eine schöngeschriebene Unterschrift nicht lesen. Und
beim ausgeschriebenen Namen lohnt sich mehr persönliches Touch, das Sie
mit dem Ausschreiben des Vornamens gut erreichen können.
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Gesperrt,
kursiv..?
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Die Technik lässt heute auf
dem Computer schon fast jede Schriftart zu. So viele Schriftarten, dass
oft der Leser der Gequälte ist. Merken Sie sich: Grossbuchstaben, kursiv
oder fett gedruckte Texte sind schlecht lesbar. Und: Der Leser könnte plötzlich
der Idee verfallen, der Brief sei gedruckt und stamme nicht vom Computer.
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Mit oder ohne Adresse?
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Diese Frage ist müssig.
Wenn Sie die Adresse haben und ein kleines Mailing machen, dann schreiben
Sie bitte die volle Adresse an. Heute lassen sich mit dem Computer mühelos
Serienbriefe schreiben.
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Wer unterschreibt?
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Dies ist stark vom
Zielpublikum abhängig. Nach Möglichkeit sollte die Unterschrift der
Person auf den Brief, mit welcher der Kunde später auch in Kontakt kommt.
Beispiel: Wenn ein Verkehrsverein Reisebüros anschreibt, dann lohnt sich
unter Umständen, als Bezugsperson den Sales Manager des Verkehrsvereins
anzugeben. Die Frage nach der Anzahl von Unterschriften sei gestellt. Die
Antwort: Wenn’s eine tut, dann lassen Sie es mit dieser. Wenn’s
unbedingt mehr sein müssen, mit zwei ist die gesunde Grenze erreicht.
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Handschrift oder nicht?
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Bei den Unterschriften haben
wir es schon angetönt: Unterschreiben Sie so, dass es der Leser auch
entziffern kann. Hier beginnt das Problem bei handschriftlichen Einschüben
in Mailings: Handschriften, die wirklich jedermann lesen kann, sind die üblichen
Schulschriften. Frage: Aber wollen Sie sich wirklich das Image eines
Schulbuben zulegen? Fazit: Seien Sie vorsichtig mit handschriftlichen
Einlagen. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Treuen Kunden wünscht der
Direktor mindestens zum Geburtstag alles Gute. Wir verstehen uns richtig:
kein Computerbrief und auch keine gedruckte Karte, sondern Glückwünsche
mit der immer persönlich wirkenden Handschrift.
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Der
Schluss ist das zweitwichtigste!
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Schon lange ist ein Detail
am Schluss des Briefes nicht mehr Mode. Dabei müssten wir dieses Detail
nach den Forschungsergebnissen wieder in Mode kommen lassen. Gemeint ist
das oft verschmähte PS, das Postscriptum. Das PS wird durchschnittlich
vor dem ersten Absatz gelesen! Merken wir uns: Mit dem PS können wir den
Leser zum Lesen des Briefes animieren. Wer hätte das gedacht? Deshalb
muss im PS etwas drin sein, das dem Leser direkt einen Nutzen bringt. Es
muss ein Verstärker sein für den Leser. Beispiel PS: Übrigens erhalten
alle Schnellentschlossenen eine kleine Überraschung von uns.
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