Best Practice III

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Zielgruppe: B2C
 
Ziele: Neukunden-Gewinnung; Kategorie: Integrierte Kampagnen

Charismatischer Pager-Koller


Auftraggeber:
Postfinance

Die Ausführenden:
Publicis Werbeagentur AG, Zürich
Rating:
DM-Award 1999 Preisträger
Ausgangslage:
Postfinance realisiert seit Jahren regelmässig Joint-Promotionen mit Partnern, um neue, jugendliche Kontoinhaber zu rekrutieren und die bestehenden zu pflegen. Dabei können die Kunden während zwölf Monaten von einem speziellen Angebot profitieren, das zusammen mit dem Promotionspartner gestaltet wird. Dadurch wird das attraktive, aber doch relative konventionelle Jugendkonto der Post zusätzlich aufgewertet. Die Marktbearbeitung erfolgt auf drei Ebenen. Die jugendliche Zielgruppe wird per Direct Mails direkt kontaktiert. Dies erfolgt mit einer leicht unterschiedlichen Ansprache von Neukunden und den bestehenden. Eine zweite Aktionsebene wirkt via POS. Takeones in allen Poststellen und unterstützendes Displaymaterial machne dabei auf die Aktion aufmerksam. Und drittens wird die Atkivität in den ersten Wochen mit einer breit angelegten, klassischen Werbekampagne via Plakate und Inserate in Zielgruppen-Medien sowie einer Internet-Plattfom (www.kein-konto.ch) dominant sichtbar gemacht.

Das Konzept:
Der Auftritt wurde wiederum in einer äusserst impactstarken Art und jugendlich frechen, lauten und teilweise auch povokativen Umsetzung gestaltet. Dramatische, witzige, leicht ironische, verbale Kauselketten zeigen dabei auf, was alles passieren kann, wenn der Jugendliche nicht vom Pagerangebot Gebrauch macht. Unterstützt werden diese Aussagen durch charismatische, auffällige Comicfiguren des amierikanischen Illustrators Roger Langridge. Im Zentrum der Konzeptarbeiten stand die integrierte Deklination in konsequenter Form auf alle einzusetzenden Medien.

Die Zielgruppe:
Jugendliche in der ganzen Schweiz in der Alterskategorie zwischen 14 und 26 Jahren. Die bis 20-jährigen bilden dabei das Kernsegment (Schulabgänger). Diese Jugendlichen knüpfen in diesem Alter die ersten Kontakte mit enem Finanzinstitut, da sie durch Beruf bzw. Studium regelmässige Geldtransaktionen tätigen müssen. Die 20- bis 26-jährigen sind eine weitere Zielgruppe, welche aufgrund der Angebotsstruktur (Ausbilungskonto) trotz "fortgeschrittenem Alter" auch noch potentielle Jugendkonto-Kunden sind. Die Adressen für die Direktbearbeitung von potentiellen Neukundne werden auf Post-internen Kanälen generiert und mit den bestehenden Kundendaten abgeglichen. Pro Jahrgang stehen etwa 60'000 - 80'000 Adressen zur Verfügung. Es werden jedes Jahr vier Jahrgänge direkt angeschrieben. In der betreffenden Aktion waren es die Jahrgänge 1981-1984. Die bestehende Kundschaft wird im Sinn der Kundenbindung bearbeitet. Es sind ca. 130'000 Kunden, welche im Jugendsegment in der Database der Post eingetragen sind






So sind vom klassischem Auftritt über die Direktmarketing-Aktivitäten, der Präsenz am POS bis zu den flankierenden Massnahmen alle Atkivitäten in Form und Kampagnenthema identisch aufgebaut und entfalten zusammen eine geballte kommunikativie Gesamtwirkuung. Lanciert wurde die Kampagne mit Plakaten im Grossformat und der konsequenten Präsenz am POS. Den GF-Plakaten kam dabei während den ersten 24 Tagen eine Art Teaser-Funktion zu. Zwei Wochen später wurden dann die restlichen Plakatformate (B12/B200), die Inseratekampagne und alle flakierenden Medien massiv und zeitgleich eingesetzt. Exakt zum gleichen Zeitpunkt wurden auf die Mailings an die bestehenden Kunden und potentiellen Neukunden versandt.
Die Strategie:
1998 wurde die Zusammenarbeit mit Motorola und Swisscom realisiert. Für jeden bestehenden wie auch neuen Inhaber eines Jugendkontos (mit Vorzins, ohne Gebühren usw.) bestand die Möglichkeit, ein Pager-Package (Gegenwert ca. CHF 300.-) für CHF 30.- zu beziehen. Das Package bestand aus einem Gerät (alphanumerischer Spitzenpager) in einem speziellem Design, inkl. einem Abonnement der Swisscom für den Pagingservice, gültig für ein Jahr. Rund um das Package wurden dem Jugendlichen praktische Hilfsmittel wei Paginganleitungen, Codelisten und Visitenkarten (in denen er seine Pagenummer eintragen und die Karten dann an Freunde verteilen konnte) abgegeben. Als weiterer wichtiger aditioneller Service wurde den Kunden, welche vom Pagerangebot profitierten, regelmässig Nachrichten und andere interessante Informationen via Pager übermittelt. So wurden zB mindestens einmal pro Monat für ausgesuchte, meist ausverkaufte kulturelle Events (zB Popkonzerte) noch einzelne Tickets gratis oder zum Selbstkostenpreis angeboten

Der Erfolg:
Schon in der ersten Wochen zeigten die Responses und Abschlüsse bzw. Pagerbestellungen, dass die Erwartungen bei weitem übertroffen werden. Die Zielerreichung betrug nach neun von zwölf Monaten bereits 195%. Bei keiner Aktion davor wurden nur annährend soviel neue Jugendkonti eröffnet. Der durchschnittliche Rücklauf (Kontoeröffnungen) bei einem Schulabgänger-Mailing betrug 5,6%. Die Anzahl der effektiv verkauften Pager überstieg die geplante Menge um das Fünffache. So betrug zB der Rücklauf des Mailings an die bestehenden Kunden 23,9% (Pagerbestellungen = Kaufakte!). Gemäss einem im Laufe des Herbstes durchgeführten Research wurden sowohl für die gestützte als auch ungestützte Erinnerung an die Pageraktion Höchstwerte erreicht (ca. 80% / 55%). Die Aktion wurde vom Schweizerischen Direktmarketing Preis 1999 in der Kategorie "Intergrierte Kampagnen" mit Gold ausgezeichnet.
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